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REVIEW

... Static & Nat iLL
"Teamwork" (CD-R)

veröffentlicht: 2.2006 / good child records
rezension von Claus Trophob für www.independentrap.de, 20.4.2006

Das Cover des "Teamwork" Albums hatte mich zuerst abgeschreckt, obwohl ich das vorab im Internet zirkulierende "Get up" Video mit Promoe (Looptroop) zusammen schon gut und vielversprechend fand. Ein Sprichwort, das sich hier aber mal wieder bewahrheitet, sagt uns aber "Dont judge a book by its cover". Und spätestens als ich DJ Static & Nat iLL letztes Wochenende in München live sah, wusste ich, dass das doch auch auf Albumlänge ausgecheckt werden müsste (siehe Livereport).
Nicht umsonst steht bei diesem Duo ausnahmsweise mal der DJ an erster Stelle - sehr sympathisch. Die Erwartungen, die eine solche hierarchische Umdrehung hervorruft, werden auch bestätigt. Hier gibt es den guten altbackenen Boom Bap Rap für 2006. Das heißt im Klartext für all die jüngeren unter euch, die nicht wussten, was sich da seit 1992 in New York zusammenbraute, dass es hier fett durchschlagende Basedrums (aka Kicks) statt leichten bumber-Bässen und trockene Snare-Sounds statt dünne Tekkno-Handclaps zu hören gibt. Dazu sehr schöne Sample-Auswahl und alles auf treibenden Groove getrimmt.
Nicht nur einzelne Alibi-Scratches, sondern Vocal-Cuts, die eben einen erheblichen inhaltlichen Beitrag liefern. Wenn diese dann von Static vorgebracht werden, der schon in den Neunziger Jahren DAS Aushängeschild für dänische DJ-Kunst auf ITF-Championships war, dann klingt das natürlich gut, selbstverständlich und locker. Gut so.
Auf der lyrischen Seite sollten auch die Beiträge von Pacewon (Outsidaz), The Last Emperor (Raptivism Rec. / New York), Slug & Blueprint (von Atmosphere bzw. Rhymesayers Entertainment), dem Canadiar Abdominal und der schon erwähnte Promoe nicht außer Acht gelassen werden. Außerdem gibts nen DJ Track mit Shine & Noize zusammen, mit denen Static die Crew "Denmarks Finest" bildet. Um nochmal auf die Inhalte zurück zu kommen: Gleich im Intro wird das fortgeführt, was das Booklet schön und interessant macht: massenhaft namentliche Referenzen an Hiphop-Helden, Aktivisten und Institutionen (von Zulu Nation bis Wake up Show). Diese ganze HipHop-Getue kann natürlich etwas anstrengend rüberkommen und nicht umsonst distanzieren sich älter werdende Menschen zunehmend weiter von dieser Jugendkultur. Trotzdem ist es schön, dass hier zwei Nerds ihr Ding durchziehen und die HipHop-Fahne immer noch hochhalten bzw Rap so representen, wie es ihrer Meinung nach (zu Recht) gehört. Dass da ein bisschen Beliebigkeit im Spiel ist (im Intro werden sowohl "pimps and hoes" als auch "revolutionaries" gegrüßt, was ein bisschen widersprüchlich anmutet), macht dann kaum was aus.
Insgesamt muss sich Nat iLL nicht hinter Statics Qualitäten verstecken, hat eine gute stimmliche Präsenz und nice Technik. Wirklich inhaltlich präzise oder persönlich wird das zwar nicht, aber reicht für eine fette Blockparty.
Da kann man gespannt sein, was DJ Mad mit auf dem Good Child Label, welches er zusammen mit einem Freund betreibt, noch raushauen wird. Checkt www.goodchildrecords.com.

review (c) by www.independentrap.de


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