REVIEW
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Damion Davis "Am Ende" veröffentlicht: 11.2007 / spoken view rezension von Claus Tro Phob für www.independentrap.de, 6.11.2007 |
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Hierüber ließe sich sicher ne längere Review und ne ganze Abhandlung an Lobpreisungen schreiben - ich versuchs kurz zu halten (ist ja nur das Teaser-Album): Damion Davis hat mit dem Berliner independent label SPOKEN VIEW endlich ein neues zu Hause gefunden. Nach Mr Mick und Sir Serch steht Anfang Dezember 2007 sein offizielles zweites Album an. Vor "Lichtermeer" gibt es jetzt aber erstmal "Am Ende das Tunnels", wo uns dann eben erste das Über-Album erwarten soll. Auch der Weg genau zu eben jenem Album ist aber schon überaus super. So liefert "Am Ende des Tunnels" schon 19 wirklich erstklassig produzierte und super dynamisch geflowte tracks. Mit dabei sind seine Berliner Homies Serch, Mr Mick und auch Marcello (Funkviertel), Pebe, Deutschlands jünstes Reimwunder F.R. und ein Feature mit V. Mann und Morlokk Dilemma. Damion ist ein Multitalent, zeichnet poetische Bilder, spittet sogenannte Knowledge und hat dennoch Wortwitz en Masse. Rappt mal bedacht und ruhig wie auf der Video-Single "Rooftops" oder dann meist doch energetisch und hyper-hektisch, voller Feuer eben. Die Produktionen stammen meist von Mr Mick und V-Räter und untermalen die Lyrics fein arrangiert. Immer die nötige Portion Samples, organische Instrumente und einfach Soul, der Damion's Stimme gut tut. Uptempo, Doubletime, Halftime, Boombap-Standard und auch eine zweite Label-Hymne namens "Rolling Stone" (die an die Single "Guck hear" anknüpft) befinden sich auf diesem Vorab-Leckerbissen... was will mehr noch von einem "richtigen" Album dann erwarten? Als einer der Hauptdarsteller im gefeierten deutschen Graffiti-Movie "Whole Train" gibts als letzten track dieses Longplayers auf Chrome auch die Hymne Linewand, die Damion's Affinität zum Dosengeklabber und dem, was davor und danach liegt, deutlich macht. Und natürlich ist Damion der Öko-Rapper mit den Kriegs-kritischen Themen-tracks und sonstigen "ich will mich im sommer wohl fühlen" Vibe-Tracks, doch damit geht er offensiv um und zeigt deutlich, dass er ein Rap-Fanatik ist, der sich in Deutschland vor keinem verstecken muss. Im Kontrast zu seinem Crewkollegen Serch (dessen Album "Hasenfuß" im Juli 2007 das absolute Jahreshighlight war) konfrontiert Damion eben auch die Szene mit ihren Problemen, ohne dabei als verkrampfter Hater zu erscheinen. Wie Rap-verliebt und mit dem 90er Sound verbunden er ist, wird vor allem in dem hervorragenden "Oldschool-Medley" deutlich, in dem DJ D-Tale 3 Minuten lang Rap-Klassiker als Instrumentale aneinanderreiht und Damion in gekonnter Art und Weise die Flows und Stimmen einiger Rap-Idole nachahmt. Sehr gelungen und bisher nur im Spoken View Online-Shop zum Tiefstpreis von 5 Euro bestellbar. Get it! Über Zweifel erhaben muss jeder Damion zugestehen, dass ers drauf hat. Und die wanna-be-Gangster werden sich ganz schnell für ihr aufgesetztes Getue schämen, ihre Masken abnehmen und nochmal überlegen, ob sie ihr Leben wirklich so verkrampft verbringen wollen. www.myspace.com/damion4real / www.spokenview.com. review (c) by www.independentrap.de |
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