FINSTERE ZEITEN (re-version 2004) [original geschrieben am 11.07.2003; verbessert bis august 2004 auf tai phun instrumental] ich weiß nicht wie ich tracks anfangen soll, die unser leben beschreiben - vielleicht mit "wat da fak", denn wir, wir leben als geiseln - das biest braucht uns als rohstoff für die reproduktion - und wir erschaffen es selbst mit jeder generation - //// jeder tag is - dramatik - inszeniert auf der matrix - wir wollen die auswüchse bekämpfen, doch liefern ihnen die basis - wie wär's mit offnen grenzen - denn sie trennen menschen - jeder hat kopf und hände - doch wir wähln präsidenten - //// wir bieten arbeitskraft, ob on stage oder aufm strich - im endeffekt das gleiche, menschen verkaufen sich - abhängig von andren, denn ein paar besitzen fabriken - das produkt wird passiv konsumiert zwischen wichsen und kiffen - //// das leben is manchmal lustig - doch zufrieden leben ein kunststück - lasst uns den strich durch die rechnung ziehn, und damit den schlussstrich - deshalb nehm stifte zum schreiben - und beginn dann zu reimen - schon brecht hat's gemerkt, wir leben in finsteren zeiten - //// wir leben in finsteren zeiten - es erscheint ignorant, heute noch Silben zu reimen - wenn ich hier noch am mic bin - denn was können worte dran ändern, dass wir immernoch leiden - //// zu unser eignen bequemlichkeit, lassen wir uns die augen verbinden - kein zufall, dass wir den weg nach draußen nicht finden - wir leben in kasten, getarnt als wohnblöcke - und unsre freiheit hier basiert auf den interessen der großmächte - //// was sind das für zeiten, in denen es zynisch wirkt, über beats zu rappen - und die jugend glotzt und will noch schnell zu VIVA zappen - anstatt sich zu widersetzen - jeder mensch der wählen geht, begeht kriegsverbrechen - //// unterdrückte benutzt als schachfiguren, im kampf um öl-resourcen - lass mich raten, der der heute gut ist, ist der böse morgn - TV-stationen dienen als basen für die Schau-Nation - im keller gefangen, sind wir seit kindheit an dieses Haus gewohnt - //// wie soll ich hier richtig leben, gefangen im widerspruch - menschen verdursten, und der westen ertrinkt im überfluss - jeder mensch, der sich schuhe kauft, ist ein teil von dem zyklus - ich schmiede worte als waffen, und verteil sie durch mikros - //// wir leben in finsteren zeiten - es erscheint zu zynisch, heute noch Silben zu reimen - wenn ich hier noch am mic bin - denn es scheint trotzdem immer die gleiche - geschichte zu bleiben - //// ich weiß es gibt brüder und schwestern, doch ich kann sie einfach nicht finden - wir leben in hochhäusern, doch letzten endes auf einsamen inseln - jeder für sich - jede für sich - ich gelt' als gegner für dich - denn wir leben nach den regeln vom biz - //// kapitalisten planen und kontrollieren, aus ihrem konferenzraum - und die schule nutzt nur als startlinie für diesen wettlauf - ein paar hundert MCs bezwängen vereint all die propaganda - doch sie streiten sich lieber drum, wer nen riesen-großen schwanz hat - //// und alle menschen zusamm' würden die polizei lächerlich wirken lassen - doch die befehlshaber jener hypnotisier'n die massen - alle macht den leuten, doch sie schreien lieber nach spielen und brot - die liebe is tot - nur noch diese zettel, geschrieben in not - //// wieso is die welt von kriegen bedroht - wieso kriegen wir nur nen bruchteil, doch der profit is so groß?! - und wieso seh ich fast nur nackte ärsche in musik-videos - oida, stapel viele geldscheine und es macht nen riesigen thron - //// ************************************************************************************ (C) Lea-Won / www.lea-won.net